| 26.04.1986 | Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Benefizkonzerte, Kindererholung, Stromsparwettbewerbe, Seminare und Tagungen… |
| 30.11.1990 | Gründung der Netzkaufaktion |
| 28.10.1991 | erster Bürgerentscheid- EWS erhält Chance ein Kopzept zu entwickeln |
| Mai 1993 | Die Kirchengemeinde Schönau konnte eine thermische Solaranlage auf dem Pfarrahusdach aus Kostengründen nicht verwirkichen |
| 10.03.1996 | 53,4% der BürgerInnen Schönaus stimmen für die EWS |
| Mitte 1996 | die Kirchengemeinde Schönau holt Angebote für eine 1 kWp-Anlage auf dem Gemeindehausdach ein, kann aber wegen anderer Baumaßnahmen das Vorhaben nicht verwirklichen Beschluß das Vorhaben jedoch weiter zu verfolgen |
| 01.07.1997 | Übernahme des Stromnetzes |
| Nov. 1997 | die Aktion: “Schönauer Schöpfungsfenster” wird ins Leben gerufen |
| 14.12.1997 | Einstimmiger Beschluß des KGR die Schönauer Schöpfungsfenster als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung weiter zu verfolgen |
| 05.02.1998 | Erster telephonischer, dann auch schriftlicher Kontakt zum Denkmalamt |
| 16.03.1998 | der EOK Karlsruhe genehmigt die Pläne und Verträge |
| 01.04.1998 | Ortstrermin mit dem Denkmalamt |
| 27.04.1998 | Ablehnender Bescheid der unteren Denkmalbehörde in Lörrach |
| 02.06.1998 | Beschluß des KGR über den Widerspruch und zur Anbringung der Revolutionsanlage auf dem Kirchendach |
| 28.06.1998 | Solarrevolution in Schönau |
| 20.07.1998 | Gesprächstermin mit dem Denkmalamt Stuttgart |
| August 1998 | Kontaktaufnahme mit der DBU |
| 28.11.1998 | erster Antrag an die DBU |
| 26.03.1999 | Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns durch die DBU |
| 01.04.1999 | Schriftliche Genehmigung der Denkmalbehörde |
| 03.06.1999 | zweiter Antrag an die DBU – Eingliederung in das Programm 300 Kirchen- gemeinden für die Solarenergie Spendeneingang bis dahin: 96.134,30 DM |
| 13.06.1999 | Einweihungsfest der Schöpfungsfenster |
| 02.07.1999 | Landesbischof Dr. Fischer schaltet die Schöpfungsfenster ans Netz |
| 14.02.2000 | erste Bitte um Überweisung der Fördermittel |
| 25.05.2000 | Übersendung des Projektkennblattes mit der zweiten Bitte um Überweisung der Fördermittel |
| 08.06.2000 | Ankündigung der Auszahlung der ersten Rate (60.000 DM) -> 16.06.2000 |
Schönauer Solarrevolution
Die dem Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe vorgelegten Pläne und die rechtlich verbindlichen Verträge zur Strukturierung des Projekts überzeugten im Zusammenhang mit der Gesamtkonzeption Schönaus derart, daß die Evangelische Landeskirche in Baden die Schönauer Schöpfungsfenster zu ihrem vordringlichen Umweltprojekt erklärten und die Hälfte der Kosten der Anlage auf dem Kirchendach (208.000,00 DM) aus dem in den Haushalt der Landeskirche extra eingesetzten Umweltfonds aufbrachte. Auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt konnte von unserem Projekt überzeugt werden, obwohl die Fördertöpfe im November 1998 noch nicht endgültig ausgewiesen waren – wurden wir mit 80.000,00 DM kräftig unterstützt.
Doch das Denkmalamt mußte überzeugt werden, das eine Solaranlage auf einem Kirchendach kategorisch ablehnte. Damit unser Widerspruch nicht in den Mühlen der Bürokratie verstaubte, nutzten wir das Wahljahr aus und machten zum 150 jährigen Gedenken der Badischen Revolution von 1948, am 28.06.1998 in Schönau unter großer Medienbeteiligung augenzwinkernd Revolution. Trotz des Verbots des Denkmalamts wurde auf dem Kirchendach eine 1 kWp Solaranlage angebracht – als “prophetische Vorwegnahme der Genehmigung durch das Denkmalamt”. Es war die schnellste erfolgreiche Revolution aller Zeiten, denn durch Presse, durch kirchliche, politische und öffentliche Fürsprecher unterstützt, teilte das Denkmalamt am selben Tag noch die bevorstehende Genehmigung mit, die am 01.04. 1999 schriftlich erteilt wurde.
Innerhalb eines einzigen Jahres konnten die “Schönauer Schöpfungsfenster” verwirklicht werden. Das große Engagement von Menschen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen und aus ganz Deutschland machten es möglich, die Solaranlagen auf dem Kirchendach und dem Gemeindehausdach am 13.06.1999 feierlich einzuweihen, und durch unseren Landesbischof Dr. Ulrich Fischer am 02. Juli 1999 endgültig ans Netz zu schicken und den Draht zur “himmlischen Energie” freizugeben.